Die individuell auf den Konstitutionstyp abgestimmten ätherischen Öle
lassen sich unterstützend einfach und effektiv
bei ayurvedischen Behandlungen Therapie begleitend einsetzen.
Im Gegensatz zur westlichen Klassifizierung der Öle aufgrund von körperlichen Symptomen
trifft der Ayurveda die Unterscheidung vor allem nach der Energetik der einzelnen Pflanzen und ihres
ätherischen Öls. Die Pflanzenessenzen werden im Ayurveda also nicht nur danach ausgewählt,
welche Symptome sie bekämpfen, sondern unter anderem, ob sie kühlend, erwärmend, trocknend oder befeuchtend wirken.
Mit Hilfe dieser Variablen ist der Therapeut in der Lage zu entscheiden, welche ätherischen Öle am besten für
Vata-, Pitta- oder Kapha-Ungleichgewichte einsetzbar sind.
Zum Ort der Wirkung gelangen die Pflanzenessenzen über die Haut, die Schleimhäute
und das limbische System, die Bronchien sowie den Magen-Darmtrakt. Sobald sie von der Hautoberfläche
oder dem Epithelgewebe aufgenommen wurden, gelangen sie schnell über Kapillaren
und lymphatische Systeme in den Körperkreislauf.
Körpergewebe und Organe können einen Teil des ätherischen Öls zur Verwendung in ihren Stoffwechselprozessen
herausfiltern oder einfach nur die anregende, sedierende oder ausgleichende Eigenschaft des Öls aufnehmen. Die Wirksubstanzen
der Pflanzenessenzen verweilen aufgrund ihrer flüchtigen Eigenschaften höchstens 48 Stunden im Stoffwechsel und verlassen
den Körper mit den Ausscheidungen
über Darm, Lungen, Nieren oder die Haut.
Auch über den Geruchssinn mit seiner tief greifenden Wirkung auf den Körper stellen ätherische Öle einen Kontakt zwischen der Außenwelt und dem Gehirn her. Das limbische System ist dort verantwortlich für die Verarbeitung von Emotionen, Wünschen, Gelüsten und Erinnerungen sowie Reaktionen auf diese. Die direkte Verbindung von aufgenommenen Düften über die Nasenschleimhaut zum Gehirn ist der Grund dafür, dass ätherische Öle so eine tiefe Wirkung auf verschiedene Aspekte unseres Seins haben. Forschungen haben gezeigt, dass bereits sehr geringe Mengen eine Wirkung zeigen und höhere Dosierungen die Reaktion oft nur unwesentlich steigern oder sogar be- oder verhindern.
Vieles hat sich inzwischen herumgesprochen über das indische Naturheilkundesystem, das uns
Europäern zunächst kompliziert und fremdartig erscheint. Dass aber auch im ayurvedischen Sinne unsere Gesundheit von einer
typgerechten und ausgewogenen Ernährung abhängt, das wird
meistens noch nicht richtig wahrgenommen.
Woran liegt das? Massagen- und Verwöhnprogramme sind eben angenehmer als eine Ernährungsumstellung. Und blicken wir dann
vielleicht auf spartanisches, wenig genussreiches "Krankenessen", so wie wir es in Phasen der ayurvedischen Ausleitungskur
(Pancha Karma) kennengelernt haben? Essen soll Lebensqualität beinhalten, und das ist genau das Prinzip, das hinter den
ayurvedischen Ernährungsregeln steht.
Mit einer Kost, die der Jahreszeit, dem Klima, der individuellen Konstitution, der Tageszeit, dem Alter und den beruflichen
Anforderungen entspricht, könnte jeder Mensch dieser Welt, wo immer er lebt, gesund alt werden. Und ist das nicht etwas, was
wir gerne übersehen: die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität ein Leben lang? Wir werden in Europa immer
älter, aber leider meistens mit vielen gesundheitlichen Beschwerden, die wir allzu oft auch chronisch werden lassen.

Ist es denn wirklich so mühsam, die Ernährung umzustellen, und was wäre dazu nötig? Zunächst die
Bereitschaft, über Gewohnheiten und möglicherweise sich daraus entwickelnde Beschwerden nachzudenken. Hören und
fühlen Sie in sich hinein. Bekommt mir das was ich esse, oder esse ich aus Langerweile, Frust und oft ohne Hunger? Habe ich
nach dem Essen Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl oder Blähungen? Wie geht es meiner Haut, meinen Gelenken und
meinem Immunsystem? Und wenn Sie denken, dass Ihr Immunsystem, die Beschaffenheit Ihrer Haut und die Gesundheit Ihrer Gelenke nichts
mit Ernährung zu tun haben, dann lassen Sie sich überraschen.
Im Ayurveda misst man etwa 80 Prozent Gewichtigkeit einer typgerechten, ausgewogenen Ernährung zur Vorbeugung oder Heilung von
akuten oder chronischen Beschwerden und Erkrankungen zu. Mit der Diagnose der ayurvedischen Konstitution und einer ausführlichen
Anamnese beginnt die Ernährungsberatung. Es folgen ein individueller Ernährungsplan und wenn nötig ein Konzept mit
regelmäßigen Aktivitäten bzw. Entspannungsmethoden.
Die Komplexität des ayurvedischen Systems kann getrost dem Berater überlassen bleiben, der Klient sollte nur praktisch
umsetzbare Ratschläge und Empfehlungen erhalten, mit denen er nicht überfordert ist. Nur so entsteht ein Verhalten, das
auf lange Zeit eingehalten werden und damit erfolgreich sein kann. Denn die meisten Ratsuchenden wissen, Diäten taugen nichts,
wenn danach keine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten erfolgt.
So kann mit drei etwa einstündigen Beratungsterminen der Weg in die Gesundheit begonnen werden. Anschließend ergänzt
ein Kochseminar durch praktische Arbeit mit biologischen, heimischen Lebensmitteln, stoffwechselanregenden Gewürzen, vitalstoffreichem
Garen und der Kenntnis der eigenen Konstitution - was sie schwächt und stärkt - eine genussreiche, vielseitige Kost, deren
Zubereitung Spaß macht, deren Genuss Wohlbefinden und Vitaliät bewirkt und deren Umsetzung ein langes in Gesundheit
verbrachtes Leben beschert.
Im Ayurveda werden seit tausenden von Jahren hochwirksame Pancha-Karma-Kuren (fünf Behandlungen)
als Therapie gegen chronische Krankheiten angewandt. Als Ausleitungskur und gesundheitsfördernde
Ernährungstherapie kann die hiervon abgeleitete und ebenfalls sehr heilsame Pancha-Karma-Ernährung gelten.
Die konstitutionsgerechte Ernährung gilt im Ayurveda als Grundlage jeder Therapie und Heilung.
Was wir essen bestimmt unser körperliches Befinden und unser Lebensgefühl.
Richtige Nahrung zur entsprechenden Tageszeit aus jahreszeitlich regionaler Ernte hilft uns, das Gleichgewicht
unserer Doshas (Regelkräfte) zu regulieren. Bei bereits vorliegenden Erkrankungen kann die
Pancha-Karma-Ernährung als diätetische Maßnahme und Umstellungstherapie
eine direkte Hilfe zur Verbesserung und Wiederherstellung der Gesundheit leisten.
Als Ursache für Gesundheitsbeschwerden aller Art gelten im Ayurveda vor allem Stoffwechselstörungen, die zu
Übersäuerung, Gewebsverschlackung (Ama) und vorzeitigen Alterungsprozessen führen. Das Verdauungsfeuer Agni, das vor
allem von einer ausgewogenen Pitta-Energie produziert wird, muss oft gestärkt oder harmonisiert werden, damit der Stoffwechsel
wieder in Schwung kommt. Eine geschwächte Verdauungskraft kann die
Resorptions- und Entgiftungskapazität im Stoffwechsel erheblich behindern. Daraus entstehen nach
ayurvedischem Verständnis Blockaden und Krankheiten.
Jeder Mensch hat einen ganz individuellen Stoffwechsel und bestimmte Bedürfnisse aus seiner persönlichen
Dosha-Konstellation oder deren Disharmonien. Diese gilt es mit einer eingehenden Anamnese zu ergründen
und das typgerechte Dosha-Gleichgewicht mit gezielter Beratung wieder herzustellen. Das ist möglich, weil bei
der ayurvedischen Pancha-Karma-Ernährung einzelne Nahrungsmittel, Gewürze und Zubereitungsformen direkt auf Stoffwechselfunktionen und Krankheitsbilder abgestimmt werden.
Je nach Krankheitsbild und Dosha-typischer Störung stellt die Pancha-Karma-Ernährung grundlegende
Diätempfehlungen bereit, die den Organismus entlasten und ihn in seinen
natürlichen Regenerationsprozessen unterstützen.
Durch die Vermeidung bestimmter Speisen und Ernährungsgewohnheiten werden Körperkanäle geöffnet und
die Entschlackung gefördert. Zusammen mit regelmäßigen Massagen, besonders der ausleitenden Therapien
wie Garshana (Rohseidenhandschuh-Behandlung) und Abhyanga kombiniert mit Wärmeanwendungen
(Svedana), wird ein ausleitender Prozess in Gang gesetzt. Gleichzeit wird das Immunsystem angeregt, was
durch eine Bewegungstherapie (Spaziergänge, leichte sportliche Aktivitäten) noch unterstützt werden kann.
Schon eine kurze Kur mit den Pancha-Karma-Therapien gewährleistet einen ähnlichen Entschlackungsprozess
von Körper, Geist und Seele wie dieses uns aus den Fastenkuren bekannt ist.
Weitere Einzelheiten und individuelle Beratung auch gern telefonisch.
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Padabhyanga, die ayurvedische Fuß- und Beinmassage, regt alle Organe des Körpers an; sie fördert die Lebensenergie
Ojas und einen Zustand tiefer Entspannung, indem sie ein Gefühl von vollkommenem Wohbefinden erzeugt. Das Massieren der
Füße hilft gegen Schlafstörungen, Nervosität sowie Trockenheits- und Taubheitsgefühl in den Füßen.
Die Beinmassage energetisiert u.a. Bauch, Becken und Dickdarm. Sie ist ein bewährtes Mittel gegen Kreislaufbeschwerden und
Benommenheit und verbessert die Fruchtbarkeit.
Damit die Massage nicht zu "fußlastig" wird, kombiniert man gern eine Kopf- und Gesichtsmassage mit der Padabhyanga,
um eine noch ganzheitlichere Behandlung zu gewährleisten; diese Ergänzung ist aber kein Muss. Darüberhinaus kann die
Fußmassage auch von zwei Therapeuten als Synchronbehandlung angeboten werden. Die Padabhyanga wirkt beruhigend und ausgleichend
bei Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Kältegefühl. Sie kann hilfreich bei Nervosität und Burn-Out-Syndrom sein,
denn bei körperlicher Erschöpfung
verbessert sie den Schlaf.
Über die Marmapunkte (Reflexzonen/Vitalpunkte) wirkt die Padabhyanga wohltuend auf viele Bereiche des Körpers; z.B. auf
die Geschlechtsorgane, Harnwege und den Unterleib. So kann die Padabhyanga die Verdauung anregen und/oder zusammen mit ätherischen
Pflanzenessenzen wie z.B. Ingwer, Anis, Thymian, Narde, Rosmarin oder schwarzer Pfeffer ganz bestimmte Wirkungen erzielen.